Im Frühjahr 2021 gilt immer noch für viele von uns in den Gemeinden: Wir können uns nicht wie gewohnt in unseren Gemeindehäusern treffen und ganz normal Kindergottesdienst feiern. Was im Folgenden für den Kindergottesdienst beschrieben wird, gilt natürlich auch für die Treffen mit den Kindern unterhalb der Woche. Vielerorts sind aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin keine Treffen im Gemeindehaus möglich. Um so wichtiger ist es im 2. Corona-Jahr mit besonders viel Durchhaltevermögen  als Team den Kontakt zu den Kindern weiter zu halten und in die Gemeinschaft mit den Kindern zu investieren. Ein guter Weg dafür ist ein Online-Meeting mit den Kindern. Ihr könnt per Zoom (oder auf einer anderen digitalen Plattform wie Teams, Jitsi Meet oder Discord) einen ganzen Kindergottesdienst feiern. Oder Ihr trefft Euch für eine Zeit, in der der gemeinsame Austausch und Spaß im Mittelpunkt steht.

Was ist das Ziel eines Kindergottesdienst als Online-Meeting?

  • „der live-Gruppen-Charakter“: etwas miteinander erleben, sich austauschen, voneinander hören, miteinander spielen, biblische Geschichten gemeinsam entdecken.
  • Klare Abgrenzung zum Online-Unterricht! Also keine Arbeitsblätter und Monologe vom Mitarbeitenden.
  • Gute Methodenauswahl!
  • Nicht alle technischen Möglichkeiten, die Zoom kann und man aus Web-Seminaren kennt, müssen zum Einsatz kommen.
  • „Keep it small and simple“

Auf dieser Seite findest du viele Ideen und Anregungen zur Gestaltung eines Kindergottesdienstes (oder eines Treffens mit den Kindern unterhalb der Woche) als Online-Meeting.

Thema: Sicherheit und Datenschutz

Wir möchten die Grenzen und Rechte der Kinder gerade auch in der digitalen Welt achten und schützen, besonders dann, wenn es von Seiten von Kindern und/oder ihren Familien noch kein so großes Bewusstsein für die Notwendigkeit gibt.

Kindergottesdienst oder Jungschar per Zoom ohne Einverständnis der Erziehungsberechtigten ist unserer Meinung nach ein No-Go.

Wir empfehlen folgende Herangehensweise:

  1. Einen offiziellen Zoom-Account (o.ä.) der Gemeinde nutzen. Die rechtlich verantwortliche Person in der Gemeinde sollte darüber Bescheid wissen.
  2. In die Datenschutzerklärung der Gemeinde Zoom aufnehmen und genau ausführen, welche Daten erfasst werden.
  3. Eine Einverständniserklärung erstellen, in der möglichst präzise steht, für welche Veranstaltung/Veranstaltungsreihe sie gilt. Auf der Einverständniserklärung können die Erziehungsberechtigten ankreuzen und unterschreiben, dass die mit dem entsprechenden Abschnitt der Datenschutzerklärung einverstanden sind. (Die Veranstaltung sollte präzise benannt sein, weil Eltern vielleicht ja mit der Teilnahme am KiGo einverstanden sind, bei anderen Veranstaltungen aber nicht)
  4. Wenn die Einverständniserklärung vorliegt, bekommen die Eltern die Zugangsdaten zum Zoommeeting und können ihrem Kind die Teilnahme erlauben.

Niemand kann genötigt werden, sein Video einzuschalten (auch jedes Kind hat ein Recht auf sein Bild). Allerdings machen Gruppentreffen nur dann wirklich Sinn, wenn das Gesicht zu sehen ist. Daher sollen Schüler ja auch ihr Bild bei digitalem Unterricht meistens möglichst eingeschaltet haben. Da besteht eine gewisse Spannung.

Zu Zoom (das wie auch Teams etc. von einigen für nicht datenschutzkonform gehalten wird) gibt es Alternativen; z.B. ‚Jitsi‘ (OpenSource) oder ‚mailbox.org‘ (deutsches Unternehmen). Letzteres ist eine Plattform vergleichbar zu Office 365 inklusive Video-Konferenz und WebChat. Das Video-System von mailbox.org ist ähnlich leicht zu bedienen und zu nutzen wie Zoom. Zur Zeit ist es noch je nach Tarif auf 10 – 100 Teilnehmer begrenzt.)

Was in der Vorbereitung wichtig ist

Vorbereitung:

  • Entlastend sind zwei Mitarbeitende in der Durchführung: eine Person übernimmt den Blick auf die Technik (im Ablauf to do`s vermerken (Alle Mikros stumm…Bilder über geteilten Bildschirm einblenden..) und hat beim Erzählen der Geschichte die Reaktionen der Kinder im Blick.
  • Vieles ist in diesem „live-Online-Format“ umsetzbar von dem, was auch in einem normalen KiGo vor Ort gemacht werden kann. Einschränkungen gibt es besonders beim gemeinsamen Singen und gemeinsamen, gleichzeitigen Beten.
  • Rechtzeitige Vorbereitung! Planung passend zur Altersgruppe! Am Besten einen schriftlichen Ablauf erstellen.
  • Eine kurze Generalprobe z.B. einen Tag vor dem KiGo (besonders, wenn man noch nicht viel mit Zoom gearbeitet hat)
    • Bildschirmteilen ausprobieren
    • Beim Einspielen von Videos: Sind alle „Häkchen“ vor der Freigabe gesetzt, damit Ton und Bild gut zu hören/sehen sind? (Testen, ob „für Videoclip optimieren“, tatsächlich hilfreich ist bei dem zu zeigenden Clip.
    • Beim Bildschirmteilen gibt es unter „erweiterter Funktion“ die Möglichkeit, auch nur einen Teil des Bildschirms freizugeben. Diesen Teil des Bildschirms kann man dorthin verschieben, wo man es möchte. So können z.B. in Word/Powerpoint auf einfach Weise z.B. Ratespiele gespielt werden, wenn die Kinder nur einen Ausschnitt eines Rätsels, Bildes… sehen. Einfach mal ausprobieren.
    • Das Erzählen der biblischen Geschichte ausprobieren: Wird das verwendete Material gut gesehen? Wenn man als Erzählperson gesehen wird, ist eine dunkle, einfarbige Kleidung als „Hintergrund“ gut. Der Einsatz einer zweiten Kamera kann hier hilfreich sein, wenn mit Bodenbildern o.ä. erzählt wird.

Dauer des Treffens
• Bei Kindergottesdiensten bietet sich auch an, bei der klassischen „live“ KiGo-Uhrzeit zu bleiben, auch wenn dies vielleicht in manchen Familien zu einer zeitgleichen Nutzung mehrere Endgeräte führen kann (z.B. parallel KiGo, BU, Gottesdienst).
• Programmlänge entsprechend der Aufmerksamkeitsphase eurer Kinder. Bewährt haben sich 30 – max. 45 Minuten. Viele Methoden, in denen die Kinder aktiv werden und sich einbringen können.
• Gruppengröße: bei großen Gruppen von mehr als 15-20 Kindern bietet es sich an, die Gruppen während es Programms in Kleingruppen (Breakout-Sessions mit je 1 Mitarbeitenden) einzuteilen, um einen intensiveren Austausch zu ermöglichen.

Welche Funktion sollten die Kinder bei Zoom kennen? (mit den Kindern ausprobieren)

• Sprecheransicht – einstellen, wenn z.B. die Geschichte erzählt wird.
• Reaktionen (Daumen hoch etc.) – wenn diese Funktionen bei Spielen genutzt werden sollen
• Mikrofon ein-/ausschaltenWelche Funktion sollten Mitarbeitende bei Zoom noch kennen?

Welche Funktion sollten Mitarbeitende bei Zoom noch kennen?

  • Chat-Funktion: Hier hängt es von dem Alter, den Erfahrungen der Gruppe ab, ob Kinder von sich aus viel im Chat schreiben, um sich einfach so mit den anderen zu unterhalten… was ablenkend im Programm sein kann. Im Team klären: Soll der Chat im Programm genutzt werden, dass Kinder dort schriftlich auf das Erlebte reagieren können? Wenn er nicht gebraucht wird, kann man vorab entsprechende Einstellung für das Meeting setzen.
  • Breakout-Sessions: Bei größeren Gruppen für Austausch, Beten oder Spielen in Kleingruppen; bei kleinen Gruppen kann man sie z.B. auch bei Spielen einsetzen, wenn z.B. ein Kind eine Information nicht mitbekommen soll (z.B. bei Ratespielen „Wer bin ich?“, „Just One“….)
  • Bildschirmteilen (s.o.)
  • Als Host die Spotlight-Funktion: Wenn jemand die Geschichte erzählt oder z.B. Bewegungen vormacht, dann auf diese Mitarbeitenden Spotlight einstellen.

Ein paar Stichpunkte für die Durchführung: Achtet auf eine gute Beleuchtung, so dass Ihr mit eurem Licht nicht im Dunklen sitzt. Vor allem bei Sonnenschein kann es schnell an der falschen Stelle schattig im Gesicht werden. Freundlich in die Kamera schauen, vor allem an den Punkten, wenn Ihr durch Bildschirmteilen vielleicht nur euch selbst seht. Achtet auf Eure Sprache: Kurze Sätze, nicht zu schnelles Sprechtempo. Euren Ablauf, den Text der Geschichte etc. legt nicht vor Euch auf den Tisch, sondern hängt ihn euch auf Augenhöhe. So vermeidet Ihr ständiges nach unten schauen. Nutzt als Host die Spotlight-Funktion, wenn Ihr eine Geschichte erzählt, so dass alle euch groß sehen.

Wie kann ich Kinder zum Online-Meeting einladen?

• Per Mail über den Gemeindeverteiler/KiGo-/Jungschar-…Verteiler den Zoomlink mit Einladungsmail direkt verschicken.
• Über den gleichen Verteiler die Familien bitten, sich per Mail für das Treffen anzumelden. So erhält man vorab einen Überblick, wie viele Kinder dabei sein werden und auch die Kontaktdaten der Familien. Der Zoomlink wird dann nur an die angemeldeten Familien verschickt.
• Einladungslink nicht öffentlich auf die Homepage stellen (Stichwort: sichere Gemeinde!)
• Mit der Einladungsmail (plus Zoomlink) kann man den Kindern auch eine kleine Materialliste, was für den KiGo an Alltagsgegenständen gebraucht wird, mitschicken. Auch Download-Material aus KLGG oder SevenEleven (z.B. Bastelanleitung) kann man mitschicken. Nicht jede Familie hat unbedingt die Möglichkeit, sich die Sachen auszudrucken.
• Den Kindern vorher etwas per Post schicken/ vorbeibringen, das sie im Zoom-KiGo benutzen werden.

Methoden zum Entdecken bibiblischer Geschichten - Kindergottesdienstmaterial Kleine Leute - Großer Gott und SevenEleven

Für unser Kindeergottesdienstmaterial Kleine Leute – Großer Gott und SevenEleven gibt es für alle Einheiten „Corona-Ergänzungen“ im Online-Material. Ab Ende Mai erscheinen die Ausgaben für die 2. Jahreshälfte 2021. Bei SevenEelven gibt es dann dort bei den Corona-Ergänzungen auch Ideen für „Kindergottesdienste als Live-Online-Meeting“.

Biblische Geschichten entdecken

  • Möglichst kurze Erzählungen; längere Geschichten über mehrere Treffen aufteilen
  • Direkt in die Kamera erzählen, möglichst mit Hilfsmitteln: z.B. Stabfiguren
  • Bildschirmteilen – Bilder zur Geschichte zeigen z.B. aus KiGo-Material KLGG/SE
  • Bilder in die Kamera halten (auf Licht achten evtl. Blenden)
  • Mit zweiter Kamera: Geschichten mit Figuren oder Legematerial
  • Videos einspielen (Ton bei Zoom freigeben!)
  • Stopp-Motion-Filme (die vielleicht auch ein Kind während der Woche mit Lego selbst dreht)
  • Mitmachgeschichten erzählen: alle machen Bewegungen zur Geschichte mit oder bestimmte Geräusche
  • Eine Geschichte vorlesen und bei bestimmten Personen/Situationen innehalten. Alle stellen pantomimisch dar, wie die Person sich fühlt oder jemand aus dem Team stellt als Standbild die Situation und alle machen das nach
  • Eine Handpuppe einsetzen: z.B. ein Esel ist überraschend im Zoom KiGo zum ersten Mal dabei (Idee für den ersten Auftritt: die Handpuppe so dicht vor die Kamera halten, dass man nichts erkennt. Als Rätsel für die Kinder… Stück für Stück von der Kamera weggehen

Gute Austauschfragen im Anschluss an eine Geschichte sind in SE und KLGG, „offene Fragen“, die nicht nur mit ja/nein beantwortet werden.

Miteinander ins Gespräch kommen

So geht es mir heute! – Die Kinder suchen im Umfeld der Kamera einen Gegenstand, der für sie ausdrückt, wie sie sich heute fühlen. Nacheinander halten sie ihren Gegenstand in die Kamera und können kurz sagen, warum dieser Gegenstand auf ihre momentane Stimmung etc. passt.

Powerpoint-Abfrage „Heute lieber Pizza oder Nudeln?“: Gestaltet eine ppt. Präsentation, in der auf jeder Folie immer zwei zu einem Thema passend unterschiedliche Bilder oder Begriffe zu sehen sind. z.B. „Wandern oder Radfahren“ – Die Kinder können in ppt. die Folie durch „Reaktion/Kommentieren“ z.B. mit Stempeln an der Aussage/an dem Bild markieren, was auf sie zutrifft. (Wichtig: Nach jeder Folie erst die „Stempel“ alle löschen, bevor die nächste Folie gezeigt wird! Sind sonst auf allen weiteren Folien sichtbar.)

Daumen hoch – Daumen runter: Nenne unterschiedliche Elemente eines Tages-, Wochenablaufs inklusive allgemeiner Dinge. Die Kinder bewerten aus ihrer Sicht deine Aussage mit „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“. z.B. Wie war gestern das Wetter für dich? Hattest du in dieser Woche Zeit für deine Lieblingsbeschäftigung? Wie war deine Schulwoche (Schule@home)? Fehlte dir gestern etwas in deinem Tagesablauf? Hat dich in der letzten Woche ein Vers aus der Bibel begleitet? …. Nach einzelnen Fragen könnt ihr auch in einen Austausch gehen und die Kinder mehr erzählen lassen (warum ihr Daumen oben oder unten war)

Fragt nach, wie sie momentan ihre Zeit mit Gott verbringen. Ladet sie ein, dass Buch/Heft, was sie momentan lesen, in die Kamera zu zeigen. So können die anderen auch davon profitieren und bekommen neue Anregungen.

Was machst du heute? Die Kinder erzählen lassen, was sie an diesem Tag noch vorhaben. (Kann andere auf Ideen bringen.)

Austausch über Bibelgeschichte: Auch Online kann man da mit guten offenen Fragen ins Gespräch kommen, ein paar Beispiele: Was war für dich das Schönste in der Geschichte? Was meint ihr: Was war das Wichtigste in der Geschichte? Was würdest du gerne ändern? Wie könnte die Geschichte weitergehen?

Wie war deine Woche? Hier möglichst konkrete abwechslungsreiche Fragen stellen: Was war in der vergangenen Woche ein Highlight/ etwas ganz Besonderes für dich? Was war das Leckerste zu Essen? Was war das Lustigste, das du letzte Woche erlebt hast? Was stresst dich im Moment besonders? Welches Buch liest du gerade? Welches Spiel habt ihr zuletzt in der Familie gespielt? (sich gegenseitig Tipps geben)

Kreative Gebetsmethoden

Eine Kerze anzünden: „Gott ist bei uns. Bei Dir und bei mir. Du bist nicht allein, auch wenn Du Deine Freunde im Moment nicht sehen kannst oder die Oma nur am Bildschirm. Gott ist da. Dafür ist das Licht der Kerze ein Zeichen.“

Vater unser mit Gebärden beten. Gleichzeitig sprechen geht wegen der Verzögerung bei Zoom nicht.

Online-Popcorn-Gebet: Sammelt gemeinsam Anliegen, für die Ihr beten wollt. Wie beim Popcorn, dass in der Pfanne beim Erhitzen kurz „aufploppt“, wird bei dieser Methode nur mit wenigen Worten, kurzen Sätzen gebetet und zwar so: Alle Mikrofone sind an. Alle sitzen so vor dem Bildschirm, dass sie nicht gesehen werden, aber auf den Bildschirm schauen können. Wer möchte, „ploppt kurz hoch“ – springt ins Bild – betet sein Wort oder seinen Satz und verschwindet genauso schnell wieder aus dem Bild. Die Gebetszeit wird mit einem gemeinsamen „Amen“ beendet.

Gemeinsam ein kurzes Lobpreislied anhören und danach Popcorngebet mit Hochspringen. „Gott du bist groß/barmherzig/du hältst mich fest…“

Bei kleinen Gruppen: „Danke-Kofferpack-Runde“

Flieger-Beten: Alle falten aus einem DIN A4 Blatt einen Papierflieger. Wenn Kinder ungeübt sind, kann man selbst bei laufender Kamera die einzelnen Faltschritte vormachen. Alle schreiben oder malen auf ihren Flieger ein Gebetsanliegen, dass sie Gott bringen möchten. Auf „Los“ lassen alle gemeinsam ihre Flieger vor der Kamera fliegen. Während des Fliegens für die Anliegen still beten. Zum Schluss ein lautes „Amen“ für alle sagen.

Das Vaterunser mit Gebärden beten.

Würfeln und Beten – Online: Auf einer Powerpoint-Folie werden in einer Tabelle 4 Zahlen jeweils ein Gebetsanliegen zugeordnet. Alle würfeln vor ihrem Bildschirm gleichzeitig. Bei einer passenden Zahl betet jedes Kind für sich leise (Mikro aus) für das erwürfelte Anliegen. Über die Funktion „Reaktion/Kommentieren“ können alle auf der Folie einen Stempel bei der entsprechenden Zahl einfügen. So können die Gebete  „sichtbar“ gemacht werden. Die Aktion nach z.B. 2 Minuten mit einem „Amen“ beendet werden. Beispiel für eine Powerpoint-Folie

Alphabet-Danken: Zu möglichst vielen Buchstaben des Alphabets ein passendes Dank-Anliegen finden. (z.B. A=Aufstehen am Morgen, B=Blumen, ….) Vorab wird ein Dokument mit einer zweispaltigen Tabelle vorbereitet. In die linke Spalte werden untereinander die Buchstaben des Alphabets geschrieben. In die rechte Spalte kommen die Dankanliegen. Durch Bildschirmteilen wird die Tabelle für alle sichtbar. Die Kinder nennen abwechselnd Dank-Anliegen und diese schreibt Ihr in die Tabelle. Wie viele Buchstaben bleiben in eurem Alphabet frei?

(gemeinsam Basteln) Menschenreihe aus Papier: Am Bildschirm Schritt-für-Schritt vormachen! Ein DIN A4 Blatt wird in gleichmäßigen Abständen zu einer Ziehharmonika übereinander gefaltet. Oben drauf wird eine Figur gezeichnet, so dass sie am geschlossenen Rand des gefalteten Papier mit einer Hand/ einem Fuß steht. Es wird dann so ausgeschnitten, dass der „geschlossene Rand“ an den Stellen nicht auseinander geschnitten wird, damit es eine verbundene Menschenreihe wird. Die Figuren können bunt gestaltet und mit Namen der Menschen, für die man beten möchte, versehen werden. Die Kinder einladen, während der Woche für diese Menschen zu beten.

Gemeinsamer Segen: „sich miteinander verbinden“ zum Segen: Daumen rechts/links in die Kamera an die Bildschirmseiten halten oder eine Schnur von Bildschirmkante zu Bildschirmkante halten – Segen sprechen

Spiele ohne Material

  • Um alle in Bewegung zu bekommen, könnt Ihr das Spiel „Holt einen Gegenstand….“Alle Kinder laufen dann los, holen den passenden Gegenstand und halten ihn in die Kamera.  Beispiele: Holt einen Gegenstadt, den Ihr heute Morgen in der Hand hattet…,“ „Holt einen Gegenstand, den Ihr zum Essen braucht“, „Holt etwas, was grün ist.“
  • Kofferpacken (eignet sich gut für eine kleinere Gruppe bis zu 10 Personen): Reihum überlegen sich alle einen Gegenstand, den sie in einen Koffer packen würden. Du legst die Reihenfolge der Kinder fest, wer wann dran kommt und rufst jeden nacheinander mit Namen auf. Das erste Kind fängt an: „Ich packe in meinen Koffer eine Winterjacke.“ Das zweite Kind wiederholt den Satz und fügt einen weiteren Gegenstand hinzu. Ihr könnt das Spiel auch mit etwas Bewegung verbinden: z.B. wenn jemand dran ist, der dreht sich erst im Kreis, bevor er zu reden anfängt.
  • Pantomime I: Die Kinder bekommen per Chat einen Begriff zugeschickt und spielen nacheinander den Begriff vor. Die anderen Kinder raten.
  • Pantomime II: Gemeinsam Hände bewegen: Es spielen zwei Kinder gleichzeitig. Beide Kinder versuchen möglichst gleich dicht vor der Kamera zu sitzen. Kind A hält beide Handinnenflächen vor den Bildschirm. Kind B hält seine Hände genau dagegen. Jetzt bewegt Kind A langsam eine Hand und Kind B folgt mit seiner Hand so, dass es aussieht, als wäre es eine gemeinsame Hand.
  • Grimassen schneiden: Auf „Los“ schneiden alle gleichzeitig eine Grimasse zu einem bestimmten Thema (z.B. lustig, gruselig, fröhlich, wütend).
  • „von den Lippen lesen“: Ein Kind bekommt einen Begriff z.B. über den Chat geschrieben. Mit „Mikro aus“ sagt es jetzt stumm das Wort. Die anderen Kinder versuchen das Wort von den Lippen abzulesen. (Es können auch kurze Sätze sein.)
  • „Wenn ich an … denke…., dann denke ich an…“: Für kleine Gruppen, in denen eine Reihenfolge vorab festgelegt wird. Ein Kind fängtan und sagt z.B. „Wenn ich an Sommer denke, dann denke ich an Eis.“ Dann ist das nächste Kind dran und beginnt mit dem zweiten Satzteil „Wenn ich an Eis denke, dann denke ich an Vanille“… So geht es so lange weiter – ein oder mehrere Runden -, wie die Gruppe Freude daran hat. Man kann sich auch ein Oberthema überlegen und passend zu diesem Thema spielen.
  • „Das mag ich überhaupt nicht“: Du nennst den Kindern eine Aussage. z.B. „Das mag ich überhaupt nicht: Früh aufstehen.“ Wenn die Aussage für ein Kind auch zu trifft, dann muss es so schnell wie möglich aus dem Kamerabild verschwinden (z.B. schnell runterbücken, zur Seite springen). Auf das Kind, auf das die Aussage nicht zutrifft, bleibt vor der Kamera sitzen. Je nach Gruppengröße können die Kinder auch reihum dran kommen, eine Aussage zu sagen und die anderen reagieren mit „sitzenbleiben“ oder „verschwinden“. (Es kann auch das Kind dran kommen, dass beim „Verschwinden“ als letztes noch gesehen wird.)
  • Stein-Schere-Papier: Warum nicht mal das altbekannte Spiel mit den Fingern online ausprobieren. Entweder schickt Ihr den Kindern über eine private Chatnachricht, wer ihr Gegner ist oder Ihr nennt vier Kinder, die gegeneinander spielen.

Spiele mit Material in der Vorbereitung

Schau genau: Lege auf ein dunkles Tuch vor deine Kamera ca. 15 unterschiedliche Gegenstände. Lass die Kinder sich diese genau einprägen. Halte einen Zettel vor deine Kamera und nimm einen Gegenstand weg (oder 2 oder 3). Die Kinder raten, welche Gegenstände fehlen. Eine weitere Variante ist: statt wegnehmen – austauschen. So wird es ganz schön schwierig, wenn du eine Apfelsine gegen einen gleichgroßen orangfarbenen Ball austauschst.

Sonntags-Maler mit Begriffen rund um „Corona, Schule, Freizeit – oder auch rund um die Bibel, KiGo und Gemeinde“. Teile Deinen Bildschirm, fang an zu malen z.B. auf dem Whiteboard und alle können ihre Tipps laut reinrufen. (Gibt auch verschiedene Online-Varianten für dieses Spiel, wenn man unter Montagsmaler sucht.)

Geräusche raten: Ihr könnt hierzu eure Kamera ausstellen oder die Geräusche neben dem Bildschirm erzeugen z.B. Staubsaugen, Mundharmonika spielen, in der Legokiste kramen, Tischentennisball ticken lassen… Bei jedem Geräuch rufen die Kinder ihre Antwort rein und danach zeigt Ihr die Auflösung. Ladet die Kinder ein, sich bis zur nächsten Woche auch ein Geräusch zu überlegen, dass sie dann vorspielen und die anderen Kinder müssen es erraten.

Bilder raten: Deckt von einem Bild nach und nach einzelne Teile auf und die Kinder müssen, so schnell wie möglich, erraten, was es ist. Wer schafft es, schon nach einem oder zwei audgedeckten Bildteilen, das gesamte Bild zu erraten. Passend wären z.B. bekannte Gebäude, Haushaltgegenstände, Spielsachen, Fotos aus der Natur… ( eine Idee von unsererm Arka e Jetës-Projekt: Nahaufnahmen aus dem Kosovo 1)

Autos zählen: Schaut euch mit euren Kindern das Video Am Straßenrand im Kosovo  an und zählt gemeinsam die vorbeifahrenden Autos. Wie viele Kinder haben die gleiche Zahl?

Stopp die Musik: Spiel Musik ab. Solange die Musik läuft, bewegen sich alle Kinder vorm Bildschirm. Sobald sie stoppt, müssen alle in ihrer Postion „einfrieren“.

In kleinen Teams lösen die Kinder in Breakouträume Rätselaufgaben. Wie viele andere Wörter könnt Ihr aus den Buchstaben von „DELFINARIUM“ bilden? (BRIEFKASTENLEERUNG, BUCHSTABENSALAT…) Mit dieser Aufgabe gehen die Teams, am besten zusammen mit einem Mitarbeitenden, in die Breakout-Räume für eine vorher genannten Zeitraum (z.B. 5 Minuten). Der Mitarbeitende schreibt die Begriffe auf einen Zettel (Videoeinstellung: Video nicht spiegeln, dann können die Kinder, wenn das Blatt richtig vor der Kamera liegt, lesen.

Galgenmännchen: Der Spieleklassiker kann am Whiteboard per Bildschirmteilen gespielt werden.

Spiele mit Material, das zu Hause vorrätig ist

Begriffe aus Papier reißen: Jede/r holt sich ein DIN A4 Blatt Papier und bekommt die Aufgabe z.B. ein Dreieck, eine Kerze, einen Stern, ein Kreuz, einen Vogel o.a.  zu aus dem Blatt zu reißen.

Schneeball-Schlacht: Alle brauchen einen geknüllten Papierball aus einem DIN A4 Blatt und eine gute Aufgabe z.B. „Nenne dein Lieblingstier und sage, warum du es so gerne hast.“ Der Mitarbeitende fängt an und sagt einen Namen, zu dem der Schneeball geworfen wird. Dann wirft der Mitarbeitende seinen „Schneeball“ vor die Kamera und das Kind geht mit seiner Hand, in der sein Papierball ist, direkt vor die Kamera und „fängt so den geworfeneen Ball“. Die Aufgabe wird beantwortet. Das Kind wirft den Ball, wie beschrieben weiter und sobald der Ball geworfen wurde, macht es seine Kamera aus. Damit behält man den Überblick, wer noch nicht dran war.

Socken balancieren: Jedes Kind braucht drei Sockenpaare (egal ob es gleichfarbige sind, Hauptsache zusammengelegt). Variante 1: Leg ein Paar Socken auf den Kopf. Steh von deinem Stuhl und gehe einmal um den Stuhl und setze dich wieder hin, ohne dass die Socken runterfallen! Variante 2: ein Paar Socken auf den Kopf, ein Paar Socken auf die linke Handaußenfläche – um den Stuhl gehen. Variante 3: zusätzlich zu Variante 2 ein Paar Socken auf die rechte Handaußenfläche.

4er Würfeln: Alle benötigen einen Würfel und würfeln gleichzeitig. Wer zuerst eine 4 würfelt ruft „Stopp“ und überlegt sich eine kleine Aufgabe für alle. Z.B. 30 Sekunden Kniebeugen, 30 Sekunden ein Blatt Papier auf dem Kopf halten, 5 Strecksprünge. Danach würfeln alle weiter.

Portrait zeichnen: (Für kleinere Gruppen) Alle benötigen ein Blatt Papier und einen Stift. Schreibt den Kindern über den privaten Chat einen Namen, wen sie aus der Gruppe zeichnen sollen. Nach 1-2 Minuten halten alle nacheinander ihre Zeichnung in die Kamera und die anderen raten, wer gezeichnet worden ist.

Expertenrunde

Die Kinder sollen auch die anderen in der Gemeinde nicht vergessen. Deshalb überlegt mit ihnen gemeinsam, wen sie gerne einmal interviewen wollen:
• Eine Krankenschwester, die Corona-Kranke pflegt
• Ein Geschäftsinhaber, der sein Geschäft im Moment schließen muss
• Missionare, die wir unterstützen
• Jemand, der etwas besonderes kann (Leistungssportler, Orchestermusiker, Maler)
Welche Fragen wollen wir ihnen stellen? Schreibe die Fragen auf Karten und schicke sie den Kindern, damit sie diese Frage beim nächsten Mal den Personen stellen können.

(In der Einladung für den KiGo dann die Eltern informieren, dass ein Gast dabei sein wird.)

Challenges von einer Woche zur nächsten

Mit Sockenpaaren jonglieren: Wer schafft es bis nächste Woche mit zwei (oder drei) Paar Socken zu jonglieren?

Baut ein möglichst hohes Kartenhaus aus Spielkarten und schickt bis zum nächsten Mal ein Foto.

Würfelturm: Wie hoch wird dein Turm aus übereinander gestapelten Würfeln? 5 – 7 – 10 oder mehr?

Jeden Tag 10 Minuten spazieren gehen und schauen, was sich in der Natur die Woche über verändert (besonders im Frühling) – ein Foto davon machen und vor dem nächsten KiGo per Mail schicken

Ladet die Kinder ein, ihre Lieblingsbibelgeschichte (oder eine andere Geschicht) aus der Bibel zu gestalten: als Bildergeschichte, Stop-Motion Film mit Spielfiguren, als einfache Zeichnung und Euch bis zum nächsten Treffen zu schicken. Dann könnt Ihr ein gemeinsames Ratequiz daraus machen: „Welche Geschichte wird gezeigt?“ und Ihr könnt darüber ins Gespräch kommen, was den Kindern an der Geschichte so gut gefällt.

Zeigt z.B. ein gefülltes Glas mit Marshmallows und lasst die Kinder schätzen, wie viel Gramm darin enthalten sind, wenn ein Marshmallow z.B. 2 Gramm wiegt. Oder nehmt ein großes Glas, füllt es mit Schrauben und lasst die Kinder schätzen, wie viele drin sind. Bis zum nächsten Mal können sie Euch ihre Schätzungen schicken und dann gibt es die Auflösung und eine Preisverleihung (z.B. eine Tüte Süßes kann man den Kindern dann mit der Post verschicken oder in den Briefkasten stecken)

Gemeinsam einen Liedtext dichten: Gebt ein bekanntes Lied vor und jedes Kind überlegt sich eine Strophe oder Refrain-Text rund um euren Online-KiGo. Die Texte senden die Kinder vorab an Euch und dann könnt ihr beim nächsten Mal den Liedtext einblenden und gemeinsam singen.

Fordert die Kinder heraus, zu eurem Lieblingslied im KiGo bis zum nächsten Online-Treffen sich eigene coole Bewegungen auszudenken. Lasst sie auch dann gegenseitig vormachen.

Stellt ihnen Sport-Challenges bis zu eurem nächsten Treffen: Wie viele Seilsprünge am Stück schaffen die Kinder?  Wer schafft es, jeden Tag 15 Minuten nach draußen zu gehen? Fordert euch mit Liegestützen, Seitwärtssprüngen o.ä. heraus.

Viele der oben beschriebenen Ideen sind aus analogen Veranstaltungen bekannt, einige wurden auf Online-Meetings zusammengetragen und viele Ideen fürs Digitale weiter- oder neuentwickelt.